Information ist der erste Schritt – wir helfen beim Nächsten Schritt!
 

Abgastemperatur
Die im Kessel-Abgasstutzen gemessene Temperatur

 
Abgasverlust
Ungenützte Wärmeleistung, die den Kessel mit den Abgasen verlässt
 
Baubiologie
Lehre, die sich mit dem Zusammenhängen der Wohnumwelt und deren Einfluss auf das Leben allgemein beschäftigt.
 
Bereitschaftsverlust
Wärmeaufwand, um den Kessel auf einer bestimmten Temperatur zu halten.
 
Brandschutz
Als Richtlinie für den baulichen Brandschutz ist die ÖNORM B3800 (Teil 1-4) heranzuziehen. In der NÖ Bautechnikverordnung von 1997 gilt für das freistehende Einfamilienhaus die Brandklasse F30 (brandhemmend) und für Kellerdecken F60 (hochbrandhemmend).
 
Brennwert
Gibt die Wärmemenge bei vollständiger Verbrennung eines Brennstoffes an. Er schließt auch den Wärmeteil ein, der frei wird, wenn der bei der Verbrennung entstandene Wasserdampf kondensiert
 
Diese Kurzerläuterung der Fachbegriffe soll eine Hilfestellung bei speziellen Begriffen geben. Sie finden ausführlichere Erklärungen in den einzelnen Links unserer Homepage bzw. stehen wir Ihnen gerne auch persönlich zur Verfügung.
CO²
Kohlendioxid, ein Gas, das bei allen Verbennungsprozessen entsteht. Sauerstoff wird verbraucht und unter Freisetzung von Energie wird Kohlendioxid und Wasser gebildet.
CO² entsteht auch, wenn Pflanzenteile verbrannt werden. Die nachwachsenden Pflanzen nehmen während der Photosynthese jedoch wieder CO² aus der Atmosphäre auf und lagern es in Form von Kohlenstoffverbindungen an den Pflanzenteilen an, um zu wachsen.

 

Dampfbremse
Ein Material, das gegenüber den anderen verwendeten Materialien eines Aufbaues einen größeren Dampfdiffusionswiderstand hat. Als Dampfbremse wirken eigens hergestellte Dampfbremsfolien und –Papiere, aber auch verschiedene Holzwerkstoffplatten. Dampfbremsen werden an der Innenseite der Außenwand eingesetzt, um das Eindringen von Wasserdampf in die Wandkonstruktion zu dosieren. Gleichzeitig kann eine Dampfbremse auch zur Herstellung der Luftdichtheit eingesetzt werden.

 
Dampfdiffusionsoffen
Materialien und gesamt Bauteile sind dampfdiffusionsoffen, wenn Wasserdampf (=gasförmiges Wasser) aus der Raumluft ohne großen Widerstand durch den Bauteil (siehe auch Dampfbremse, Dampfsperre) nach außen dringen kann.
 
Dampfdiffusionswiderstand µ
(Sprich: Mü-Wert). Materialeigenschaft, die die Wasserdampfdiffusionsfähigkeit angibt. Je größer der Wert, umso dichter das Material und umso weniger Wasserdampf kann durch die Konstruktion dringen.
 
Dampfsperre
Wie Dampfbremse, nur dass (beinahe) kein Wasser mehr durch das Material diffundieren kann.
 
Emissionen
Luftschadstoffe, die bei der Verbrennung entstehen und in die Atmosphäre gelangen.
  Emissionen
     

Energieausweis
Auch als Energiepass bezeichnet. Ist ein Berechnungsverfahren zur Bestimmung des jährlichen Heizenergiebedarfes bzw. der Energiekennzahl eines Gebäudes.

 
Energiedurchlassgrad g
Gibt an wie viel Prozent der Sonnenenergie durch die Fenster- bzw. Türverglasung ins Gebäude gelangen. Der Mindestwert von 50% soll nicht unterschritten werden.
 
Energiekennzahl
Es gibt verschieden Energiekennzahlen. Die Energiekennzahl, die der Energieausweis angibt, ist der Heizenergiebedarf pro m² Bruttogeschoßfläche und Jahr. Einheit: kWh/m²a.
  NÖ Energieausweis
 
 

Erneuerbare Energie
Energie aus Quellen, die nach menschlichen ermessen nicht verbraucht werden können bzw. sich immer wieder erneuern (regenerieren); z.B. Solarenergie, Windenergie, Planzenenergie (Holz), Geothermische Energie.

 
Feuerungsleistung
Produkt aus zugeführter Menge und Heizwert eines bestimmten Brennstoffes
  Vergleich der Energiekennzahlen
 

Fossile Energie
Energie, die vor Jahrmillionen gebildet und in der Erdkruste gespeichert wurde. Diese Energie ist nicht erneuerbar, sie kann nicht wieder nachproduziert werden. Bei der Verbrennung von Erdöl, Erdgas, Kohle usw. reichert sich CO² in der Atmosphäre an.

 
Gesamt U-Wert
Die Ermittlung eines Gesamt U-Wertes ist interessant und erforderlich, wenn Aufbauten keine durchgehend homogenen Schichten aufweisen; z.B. im Leichtbau, wo die Wärmedämmung durch Holzständer unterbrochen wird, aber auch bei Fenstern, die unterschiedliche U-Werte für Rahmen und Glas aufweisen.
 
Heizwert
Gibt die Wärmemenge bei vollständiger Verbrennung eines Brennstoffes an, die in konventionellen Heizgeräten nutzbar gemacht werden. Der Wärmeanteil des Wasserdampfes, der bei der Verbrennung entsteht, wird nicht genutzt
 
Heizenergiebedarf
Der in der Heizsaison benötigte, rechnerisch ermittelte Wärme- bzw. Energiebedarf des Hauses. Die Energie für die Warmwasserbereitung ist darin nicht enthalten. Einheit: kWh/a.
 
(H) F (C) KW
Wird als Treibmittel bei Hartschaumplatten und Montageschäumen eingesetzt und zerstört durch langsames Ausgasen die Ozonschicht. In umweltfreundlichen Produkten wird z.B. CO² als Treibmittel eingesetzt.
 

Immissionen
Die Einwirkungen der Luftschadstoffe auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Bauwerke, welche oft erst weiter entfernt vom Ursprung wirksam werden.

 
Jahresnutzungsgrad
Verhältnis zwischen der Nutzwärme, die ein Heizkessel jährlich abgibt und der mit dem Brennstoff zugeführten Energie.
 
Kioto-Protokoll
Internationales Abkommen, in dem sich die Unterzeichnerstaaten zur Einhaltung von CO²-Emmissionsgrenzen verpflichten. Österreich hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2012 die CO²-emmissionen um 13% zu reduzieren.
 
Kesselnennwärmeleistung
Ist die stündlich an das Heizwasser abgegebene nutzbare Wärmemenge in Kilowatt
 

Luftdichtheit, luftdicht
Gebäude müssen luftdicht sein, d.h. dass zwischen Innenräumen eines Gebäudes und dem Außenbereich kein Luftaustausch stattfinden kann.
Luftdichtheit ist ein Qualitätsmerkmal eines Gebäudes.
Sehr gute Luftdichtigkeitswerte zu erreichen ist gerade im Holzleichtbau sehr wichtig. Auch bei Anschlüssen und Übergängen ist auf eine optimale Luftdichtheit zu achten.

  Fossile Energie
 
Luftwechsel
Die Luftwechselrate n gibt an, wie oft pro Stunde das Luftvolumen von Innenräumen komplett erneuert und ausgetauscht wird.
Der hygienische Mindestluftwechselrate für Einfamilienhäuser beträgt 0,5 pro Stunde, d.h. dass alle zwei Stunden die Luft im Gebäude erneuert wird. (siehe auch Blower-Door-Tests unter Komfortlüftung)
 
Niedertemperaturkessel
Kann mit einer Kesselwassertemperatur von 30° bis 70° C betrieben werden
 
Niedrigenergiehaus 15 bis 40 kWh
Beim Niedrigenergiehaus ist ein Heizsystem erforderlich. Der Heizenergiebedarf darf zwischen 15 und 40 kWh pro Quadratmeter Wohnnutzfläche liegen.
 
Normaußentemperatur T ne
Laut Ö-NORM B 8135 ist die Normaußentemperatur der niedrigste Zweitagesmittelwert der Außentemperatur, der 10-mal in 20 Jahren erreicht oder unterschritten wurde.
  Luftwechsel
 
Luftwechsel
Die Luftwechselrate n gibt an, wie oft pro Stunde das Luftvolumen von Innenräumen komplett erneuert und ausgetauscht wird.
Der hygienische Mindestluftwechselrate für Einfamilienhäuser beträgt 0,5 pro Stunde, d.h. dass alle zwei Stunden die Luft im Gebäude erneuert wird. (siehe auch Blower-Door-Tests unter Komfortlüftung)
 
Passive Sonnenenergie
Passive Solarenergie nutzen heißt, ein Gebäude so zu planen und auszurichten, dass die natürliche Sonneneinwirkung möglichst viel zur Raumtemperierung beiträgt
 
Passivhaus bis 15 kWh
Der Begriff "Passivhaus" kennzeichnet ein Gebäude, in dem ein behagliches Innenklima im Sommer wie im Winter ohne ein separates Heizsystem gewährleistet werden kann. (siehe auch unter Komfortlüftung)
 
Pettenkofergrenze
Max Josef von Pettenkofer hat im 19. Jahrhundert das Fach Hygiene initiiert und definiert. Er verfasste unter anderem Richtlinien für die Belüftung von Wohnhäusern (um 1860). Demnach soll der Anteil von Kohlendioxid (CO²) in der Raumluft soll nicht höher als 0,1% sein. Dieser Wert wird auch heute noch als gültig angesehen. (siehe auch Blower-Door-Tests unter Klimazukunft)
  Pettenkofergrenze
 
Pufferspeicher
Er dient hauptsächlich zur Speicherung der im Moment vom Holzheizkessel produzierten, jedoch von der Heizung nicht benötigten Energie
 
sd-Wert
Dampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke. Sd=Dicke der Bauteilschicht in Metern mal dem Dampfdiffusionswiderstand µ.
 
Speichermasse
Masse im Gebäude, welche die Wärme puffern kann. Für den 24-Stunden Zyklus sind die ersten 2-3 cm an der Wandoberfläche ausschlaggebend.
  sd-Wert
 
Strahlungsverluste
Die Abstrahlung von Kessel, Boiler, Rohren und Heizungsarmaturen an die Umgebung, ohne Nutzen für Raumheizung oder Wasseraufbereitung
 
Strahlungswärme
Die Wärme wird gleichmäßig abgestrahlt; sie nimmt mit der Entfernung der Wärmequelle ab
 
Strömungswärme
Wärme, die durch Luftströmung übertragen wird; die ungesündeste Art der Wärme, weil sie verstärkt Staub und Bakterien in der Atemluft aufwirbelt. Beispiele für hohe Strömungswärme sind sehr heiße Heizkörper und Radiatoren
 
Unit
Ist eine, auf beste Energieausnutzung und größtmögliche Schadstoffminimierung abgestimmte Kessel/Brenner-Kombination mit oder ohne Regelung
 
U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient (frühere Bezeichnung: k-Wert). Ist ein Maß für den Wärmeschutz eines Bauteils und besagt, wie viel Wärmeleistung pro m² Bauteilfläche bei einem Temperaturunterschied von 1°C (1 Kelvin) durch den Bauteil fließt. Einheit: W/m²K. Je kleiner der U-Wert, umso besser der Wärmeschutz!
 
Wärmeleitfähigkeit ?
Gibt an, wie gut ein Material die Wärme leitet. Einheit: W/mK.
Dämmstoffe haben eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 0,04 W/mK, Weichholz und hochporosierte Ziegel ca. 0,13 W/mK, Vollziegel ca. 0,7 W/mK.
   
 
Wärmetauscher
Es gibt Luft-, Wasser- und Erdwärmetauscher. Das sind Geräte mit großer Oberfläche, an der die vorgenannten Medien aneinander vorbeiströmen und die Wärme vom wärmeren zum kälteren Medium fließen kann, die beiden Medien aber nicht berühren. (z.B. Erdwärmetauscher siehe auch Komfortlüftung)
 
Wärmeverlust
Die Summe aus Strahlungs- und Bereitschaftsverlust
 
Winddichtheit, winddicht
Gebäude müssen nicht nur innen luftdicht, sondern außen auch winddicht ausgeführt sein. Die Winddichtung muss diffusionsoffen und erforderlichenfalls wasserabweisend sein.
 
Wirkungsgrad
Gibt an, wie viel Prozent vom zugeführten Brennstoff genutzt wird
 
W/mK
Die Einheit für den ?-Wert. Sprich: Watt pro Meter und kelvin.
 
W/m²K
Die Einheit für den U-Wert.
Sprich: Watt pro Quadratmeter und Kelvin.
 
  Wärmetauscher