Trinkwasserversorgung NÖ

Das niederösterreichische Wasserleitungsanschlussgesetz aus dem Jahr 1978 regelt den Anschlusszwang, die Einschränkung der Errichtung eigener Wasserversorgungsanlagen oder deren Auflassung, die Versorgungspflicht, sowie die Pflichten der Liegenschaftseigentümer. Für die Vollziehung ist der Bürgermeister in 1. Instanz zuständig.

Zentrale Wasserversorgung

Für Eigentümer von Liegenschaften, die sich im Versorgungsbereich einer öffentlichen Wasserversorgungsanlage befinden, besteht grundsätzlich Anschlusszwang. Ausnahmen und weitere nützliche Informationen siehe www.noe.gv.at/Umwelt/Wasser/Wasserversorgung/wasserversorgung_wlag.html

Ortswasser

Auf 90% der erschlossenen Siedlungsbaugründe in NÖ befinden sich Anschlussstellen an das öffentliche Wasserleitungsnetz.
Prinzipiell ist die vom Bauherrn beauftragte Baufirma für die Verlegung der Wasserleitung von der Anschlussstelle bis ins Haus (Keller/Technikraum) und für die Anbringung des Wasserzählers verantwortlich. Wenn die Anschlussleitung vom öffentlichen Netz bis zum Grundstück über 15 Meter beträgt, muss ein Schacht für den Wasserzähler vorgesehen werden.

Unsere Leistungen für die Kaltwasserleitung beginnen bei der Anschlussstelle Wasserzähler (Keller, Technikraum bzw. Schacht), die Warmwasserleitung beginnt beim Warmwasserbereiter.

Dezentrale Wasserversorgung

Ist kein öffentliches Leitungsnetz vorhanden, so hat der Eigentümer einen Antrag auf Feststellung des Nichtbestehens des Anschlusszwanges bei der Gemeinde einzubringen. Außerdem hat der Bauherr einen Privatbrunnen zu errichten und den Nachweis einer ausreichenden Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser vorzuweisen.

Dabei werden an den Nachweis folgende Anforderungen gestellt:
  • Der Wasserbefund darf nicht älter als drei Monate sein und muss aus einer physikalischen, chemischen und bakteriologischen Untersuchung bestehen.
  • Unter Umständen wird der Wasserbefund des Nachbarn akzeptiert, wenn beide Brunnen zum selben Grundwasserkörper gehören.

Bei konkreten Fragen sollte man die zuständige Gemeinde kontaktieren.

Quellenversorgung

Quellsammelschächte und Trinkwasserspeicher werden dort eingesetzt, wo der Zulauf aus der Quelle, dem Brunnen oder einem Leitungsnetz nicht ausreicht, um Bedarfsspitzen oder den Feuerlöschbedarf abzudecken.
Quellsammelschächte und Trinkwasserspeicher für Erdverlegung können rasch und einfach eingebaut werden und die verwendeten Materialien sind lange haltbar, korrosionsfrei, trinkwassertauglich, umweltfreundlich und geschmacksneutral.

Brunnen

Das Brunnenwasser wird mit speziellen Brunnenpumpen direkt aus dem Grundwasser gefördert und in die Hauswasserleitungen eingespeist. Zur effizienten Energieausnutzung werden moderne Pumpensteuerungen eingesetzt, die die Pumpe bedarfsorientiert ein- und ausschalten sowie die Fördermenge regulieren. Brunnenpumpen können schnell und einfach installiert werden und sind im Inneren des Brunnens frostsicher. Der Unterwassereinbau verhindert zudem störende Betriebsgeräusche.

Detaillierte Informationen über Errichtung, Wartung und Sanierung von Eigenwasserversorgungsanlagen finden Sie in der Broschüre "Brunnen und Quellen" von "die Umweltberatung".